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Gastartikel von Angelika Norden, Glückscoach: Mein Weg rein in die Freiheit

Ich freue mich sehr, Euch Angelika Norden vorzustellen, die als Glückscoach arbeitet (www.gluecksleben.de) und selber einmal Raucherin war. In ihrem Gastbeitrag erzählt sie, wie sie es geschafft hat, mit dem Rauchen aufzuhören. Viel Spaß beim Lesen:

Ich habe etwa 20 Jahre geraucht, viel geraucht. Ja, auch andere Süchte waren zeitweise Begleiter meines Lebens, doch das Rauchen kam als erstes und ging als letztes…

Drei oder vier Mal hab ich versucht aufzuhören, doch sogar während der zweiten Schwangerschaft habe ich es nicht lange ausgehalten. Mein Wille war nicht stark genug, nein anders – ich wollte ja eigentlich auch gar nicht wirklich aufhören – denn die Zigarette hatte viele liebgewonnene Rituale mit sich gebracht. Eine Situation nervt? Zigarette rauchen gehen. Langeweile? Zigarette. Mal eine Pause machen? Natürlich mit Zigarette 😉 Na, erkennst du dich wieder? Ich habe es jahrzehntelang geliebt. Äh, dachte ich.

Hi, ich bin Angelika Norden, Glückscoach. Ich gab Seminare zum Aussortieren und Aufräumen nach dem Glücksprinzip. Eine Wohnung, die dir echte Glückspower schenkt! Irgendwann erkannte ich, dass wir unserem inneren Glückszeiger immer folgen können, in allen Lebensbereichen. Ich bin der tiefen Überzeugung, dass Glücksgefühle kein „Zufall“ sind, sondern Wegweiser, die uns zeigen wie wir unser volles Potenzial entwickeln und leben können.

Kurz gesagt, vor 2 Jahren begann ich zu forschen und meinen Glücksweg zu gehen. Und letztes Jahr war es dann soweit: ich spürte, dass Rauchen mich nicht glücklich macht und alles andere Ausreden waren…!.

Ich war soweit – aber wie?

Zunächst las ich bei Jan Geurtz davon, wie durch negative Glaubenssätze von sich selbst aus normalem Konsum Abhängigkeit wird. So weit so gut, diesen Teil kannte ich schon, doch dann kam eine echte Neuheit für mich.
Es gibt einen tückischen Teil der Sucht, der sich quasi verselbständigt.
Es kommt eine Suchtspirale in Gang, die sich irgendwann sogar komplett vom Ursprung lösen kann und eine eigene (abwärts gerichtete) Dynamik entwickelt.

  • Der Gedanke an das Suchtmittel. Ein Gefühl von Abhängigkeit ist spürbar (dies löst negative Gefühle aus, eventuell Zwangsgedanken).
  • Du empfindest Ekel vor dem Abhängigkeitsgefühl (und vor dir!), willst gleichzeitig den Ekel und das Abhängigkeitsgefühl loswerden – wünschst dir Freiheit und Unabhängigkeit.
  • Du rauchst, begehst deine Abhängigkeitshandlung – um einen Moment des inneren Friedens zu verspüren.
  • Der Suchtmittelspiegel sinkt und du entwöhnst dich zurück in den täglichen Trott.
  • Die vorhergehende Runde der Spirale hat dich Energie gekostet, du steigst also ein bisschen energieärmer mit dem Gedanken an dein Suchtmittel wieder ein.

Irgendwann rauchst du also nur noch, um deine eigenen Gefühle der Abhängigkeit für den Moment des Rauchens nicht mehr zu verspüren. Um dich nicht mehr selbst zu verurteilen! Und um dich nicht süchtig zu fühlen. Als ich das bei mir zu beobachten begann und erkannte, dass es haargenau so war, löste das geradezu Wut in mir aus! Ich schädigte mir, meinem Körper, meinem Selbstwertgefühl und zwar ausschließlich, um in dem kurzen Moment des Inhalierens Frieden vor dem Suchtkreislauf zu haben und mal nicht daran zu denken, wann ich die nächste Zigarette rauchen kann!! Echt krass.

Der Wille allein hats schwer

Nun ist es so: wenn du mit dem Willen aufhörst, musst du ständig aufpassen, nicht schwach zu werden und bist nie so richtig frei. So war es damals auch bei mir. Jedesmal, wenn ich aufgehört hatte und eine oder zwei Zigaretten geraucht hatte, war ich sofort wieder „Raucher“ und mittendrin.
Wenn du allerdings den tief in dir liegenden negativen Glauben von dir aufspürst und heilst, dann hat das Suchtmittel keinen Ankerplatz mehr. Du willst schlicht nicht mehr.

Ich z.B. rauche heutzutage tatsächlich ganz selten mal eine oder auch zwei mit, wenn ich Lust habe. Und fertig. Auch dieses bringt mich nicht dazu, wieder zur „Raucherin“ zu werden, damit bin ich durch.
Und wie findest du deinen tiefliegenden negativen Glauben von dir selbst? Ganz einfach, denn du erzählst ihn dir ständig selbst 😉

Und zwar genau dann, wenn es darum geht mit dem Rauchen aufzuhören. Versetze dich für einen Moment in die Suchtspirale hinein. Du hast Lust auf eine Zigarette, hast einen echten Nikotinschmacht. Wenn dir nun der Gedanke kommt, dass du ja auch aufhören könntest – was ist deine Antwort, warum es nicht geht? Bist du zu unfähig, willensschwach, machtlos, klein, elendig, eine ständige Verliererin?

Irgendetwas (individuell deins) taucht ganz kurz auf und wird natürlich schnell verdrängt und durch rationale Gründe ersetzt, warum jetzt kein guter Zeitpunkt ist.

Bei mir war es der Satz „Ich bin unfähig“. Ich bin als mit Abstand jüngste von drei Schwestern geboren und es wurde viel über Leistung gemessen. Nun gut, als dies endlich erkannt war, konnte ich natürlich viel leichter entdecken in welchen Lebensbereichen sich dieser Glaubenssatz überall auswirkte… Äh, in fast allen! Unglaublich erleichternd diese Sichtweise von mir selbst zu überprüfen und abzulegen.

So ist das Rauchen eines der Dinge gewesen, die mich tiefer in Verbindung zu mir selbst gebracht haben als ich es abstreifen konnte, denn glücklich macht mich rauchen nicht mehr – und dich wahrscheinlich auch nicht, oder?
Glückliche Grüße,


Angelika

GLÜCKsLEBEN
Lass die Raupe hinter dir – sei dein Schmetterling!
www.gluecksleben.de

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